Fallstudie
STIHL x Hula Earth
STIHL macht Wirksamkeit von Umweltmaßnahmen auf 20 ha mit 49 Arten messbar
STIHL vergleicht ökologische Managementzonen und stark versiegelte Flächen an seinem Standort in Waiblingen mit automatisiertem BioT-Monitoring – als belastbare Grundlage für Maßnahmensteuerung, Reporting und den internationalen Rollout.
Vor Hula
Eine Baseline, ein direkter Vergleich
STIHL hatte an seinem Industriestandort in Waiblingen bereits Nisthilfen, Insektenhotels, Blühstreifen und Streuobstwiesen umgesetzt, wusste aber nicht, welche davon wirkten und wie sich die Artenvielfalt zwischen bewirtschafteten Zonen und stark versiegelten Flächen wie Parkplätzen unterschied.
Mit jedem weiteren Standort wurde diese Frage wichtiger: ein passender lokaler Gutachter pro Land, abgestimmte Methodik und Berichte in unterschiedlichen Formaten, die sich kaum vergleichen lassen. Genau das stand STIHL mit dem geplanten Rollout auf weitere Standorte bevor.
Die Hula-Lösung
Zwei Sensoren, ein direkter Vergleich
STIHL startete gemeinsam mit Hula ein Projekt auf einem seiner 20 Hektar großen Industriestandorte, auf dem bereits ökologische Maßnahmen umgesetzt wurden. Ziel war, eine Baseline zu etablieren und die Vogelpräsenz zwischen unterschiedlich bewirtschafteten und stark urbanisierten Flächen zu vergleichen. Das erfolgt vollautomatisiert, ohne manuelle Begehung und ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand für STIHLs Team.
- Zwei BioT-Sensoren zur akustischen Erfassung
- Monitoringzeitraum: August bis November 2025
- Akustisches Monitoring mit KI-gestützter Auswertung
- Direkter Vergleich ökologischer Managementzonen mit versiegelten und urbanisierten Flächen wie Parkplätzen
- Langfristig angelegt, um die Biodiversitätsentwicklung über mehrere Jahre zu vergleichen
Der Hula-Impact
Der Zahlenbeleg für Wirksamkeit – und für weniger Personalaufwand
Im Monitoringzeitraum von August bis November 2025 wurden auf dem 20 Hektar großen Gelände 49 Vogelarten mit über 6.000 Detektionen nachgewiesen. Die häufigste Art war das Rotkehlchen mit 925 Detektionen. Zwischen den ökologischen Managementzonen und den stark versiegelten Bereichen wie Parkplätzen zeigten sich klar messbare Unterschiede in der Artenpräsenz.
Diese Zahlen sind der erste harte Beleg, dass die umgesetzten Maßnahmen wirken. Sie zeigen konkret, welche Flächen im Vergleich wirklich zur Artenvielfalt beitragen, statt das nur zu vermuten. Auf dieser Grundlage kann STIHL Maßnahmen wie Nisthilfen, Insektenhotels oder Blühstreifen einzeln bewerten, künftige Investitionen gezielter steuern und die Ergebnisse direkt in die ESG-Berichterstattung sowie die EU-Taxonomie-Kriterien einfließen lassen.
Der Erfolg in Waiblingen war der Ausgangspunkt für mehr: STIHL weitet den Ansatz inzwischen auf fünf internationale Standorte aus. Weil Hula die externe Kartierung an jedem Standort ersetzt und die Ergebnisse direkt in einheitlichem Format liefert, entfällt die sonst nötige interne Koordination und Aufbereitung pro Standort. Das entspricht einer eingesparten Personalkapazität von geschätzt rund 42.500 € pro Jahr und Standort.
"Diese Erkenntnisse ermöglichen es uns, Unternehmensstandorte weltweit zu vergleichen und konkrete Biodiversitätsziele festzulegen, auf die wir transparent hinarbeiten können. Was wir nicht erwartet hatten: die Begeisterung und das Engagement unserer Mitarbeitenden."
Dr. Friedemann Stock, Vice President Sustainability